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Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin und Dermatologie
Dr. med. Ulrich Buck, Dr. med. Doris Buck
Tel.: (0201) 31 46 72
Fax: (0201) 32 56 41
E-Mail: dr.dorotheebuck@googlemail.com

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Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin und Dermatologie
Dr. med. Ulrich Buck, Dr. med. Doris Buck


Altenessener Str. 68
45141 Essen
Tel.: (0201) 31 46 72
Fax: (0201) 32 56 41
E-Mail: dr.dorotheebuck@googlemail.com


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Gesundheitsnews



Chlamydien – Zahl der Infektionen steigt
Auswertung der SBK zeigt: 13 Prozent mehr Fälle innerhalb von drei Jahren

Sie gehören weltweit zu den am häufigsten sexuell übertragenen Krankheiten und gelten als eine der Hauptursachen von Unfruchtbarkeit bei Frauen – doch kaum jemand ist sich ihrer Gefahr bewusst. Dabei erkranken immer mehr Menschen an Chlamydien. Zahlen der Siemens-Betriebskrankenkasse SBK belegen: Fast 6.000 Versicherte infizierten sich im Jahr 2016 nachweislich mit der Bakterienart Chlamydie trachomatis, ein Anstieg um mehr als 13 Prozent im Vergleich zu 2013. Damals gab es noch 5.279 Fälle. 2016 waren somit 0,6 Prozent aller Versicherten der SBK infiziert, in der Altersgruppe 16 bis 25 Jahre sogar 2,3 Prozent. „Die Dunkelziffer dürfte noch höher sein, denn oft zeigen Erkrankte keinerlei Symptome wie Ausfluss, Unterleibsschmerzen oder Fieber“, erklärt Dr. Lydia Bodner, Expertin für Vorsorgeleistungen bei der SBK. Viele Männer und Frauen können demnach infiziert und Überträger der Krankheit sein, ohne es zu wissen. Vorsorge gegen ungewollte Kinderlosigkeit durch Chlamydien

Eine Infektion, die unbemerkt bleibt, kann für Frauen häufig schwerwiegende Konsequenzen haben: So kann es in Folge einer Ansteckung zur Verklebung der Eileiter und damit zur Unfruchtbarkeit kommen. Regelmäßige Vorsorge ist daher besonders für junge Frauen wichtig – haben sie doch durch einen besonders anfälligen Muttermund ein erhöhtes Risiko, sich bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit Chlamydien zu infizieren. „Patientinnen unter 25 Jahren haben deshalb einmal im Jahr die Möglichkeit, sich auf eine mögliche Infektion testen zu lassen. Die Kosten dafür werden im Rahmen des Chlamydien-Screenings von der Krankenkasse übernommen“, so Lydia Bodner. Dass diese Vorsorgeuntersuchung gerne in Anspruch genommen wird, zeigen die Zahlen der SBK: Nahmen 2014 noch 6.795 Frauen das Angebot wahr, waren es im vergangenen Jahr bereits mehr als 600 Patientinnen mehr, die den Test durchführen ließen - ein Anstieg von über neun Prozent. SBK-Versicherte, die trotz Vorsorge unsicher sind oder Fragen rund um das Thema Chlamydien haben, können sich an das SBK Gesundheitstelefon wenden.

Reisen und Sexualität mit Herzschwäche - Was müssen Betroffene beachten?
Herzstiftung gibt wichtige Sicherheitshinweise und Tipps für Menschen mit Herzschwäche (Frankfurt a. M., 25. Oktober 2017)

Die Herzschwäche (Herzinsuffizienz) ist eine ernste Erkrankung. Allein in Deutschland leiden nach Expertenschätzungen zwei bis drei Mio. Menschen daran. Die chronische Herzschwäche führt dazu, dass das Herz nicht mehr in der Lage ist, den Körper ausreichend mit Blut und damit mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Nicht nur das Herz selbst, auch andere Organe wie Gehirn, Nieren oder Muskeln werden in Mitleidenschaft gezogen. Es kommt zu Beschwerden wie Atemnot, Leistungsschwäche und Flüssigkeitseinlagerungen in den Beinen und Knöcheln (Ödeme). Da sich insbesondere die Atemnot bei körperlicher Anstrengung verstärken kann, sind viele Herzkranke unsicher, was sie sich zumuten dürfen. Sind Flugreisen noch möglich? Ist die Sexualität eingeschränkt? Diese und weitere Fragen klärt der Expertenbeitrag „Reisen, Fliegen, Sexualität“ in dem aktuellen Ratgeber „Das schwache Herz“ der Deutschen Herzstiftung, der kostenfrei unter www.herzstiftung.de/herzschwaeche-therapie oder per Tel. unter 069 955128400 angefordert werden kann. Welche Reisen mit Herzschwäche möglich sind, hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab. „Patienten mit leichter Herzschwäche, die nach der NYHA*-Klassifikation I und II keine oder nur geringe Beschwerden aufweisen, können in der Regel ohne wesentliche Einschränkungen verreisen“, betont Privatdozent Dr. Magnus Baumhäkel, Kardiologe am Caritas Klinikum St. Theresa, Saarbrücken.

Flugreisen mit Herzschwäche: Vorher mit dem Arzt sprechen Bei Flugreisen oder Reisen in Gebiete über 1.500 Meter Höhe sowie Gebiete mit hoher Luftfeuchtigkeit sind dennoch einige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Zu ihrer eigenen Sicherheit sollten Herzkranke genügend Medikamente mitnehmen und vor der Reise die medizinische Versorgung am Urlaubsort klären. In Gegenden, in denen eine medizinische Versorgung nach heutigem Standard fehlt (z. B. eine Klinik mit 24-h-Katheterbereitschaft), „sollten Risikopatienten mit koronarer Herzkrankheit oder einer fortgeschrittenen Herzschwäche nicht reisen“, so Dr. Baumhäkel. Flugreisen von mehr als vier Stunden bergen durch den verringerten Sauerstoffgehalt der Luft sowie den Bewegungsmangel im Flugzeug das Risiko einer Venenthrombose. Folgende Tipps helfen, das Risiko zu verringern:

  • Wählen Sie möglichst einen Gangplatz und gehen Sie häufig umher.
  • Meiden Sie beengende Kleidung und ziehen Sie die Schuhe aus.
  • Halten Sie Füße und Beine in Bewegung (Wadenübungen) und schlagen Sie die Beine nicht übereinander.
  • Trinken Sie jede Stunde etwas, Kaffee und Alkohol besser meiden.
  • Nehmen Sie keine langwirkenden Schlafmittel.

Auf das Fliegen verzichten sollten Patienten mit schwerer Herzschwäche (NYHA IV). Bei mittelschwerer Herzschwäche (NYHA III) ist in punkto Fliegen im Einzelfall zu entscheiden. „Auch diese Patienten bleiben während des Fluges in der Regel ohne Beschwerden. Es kann aber vorkommen, dass Beschwerden am Zielort auftreten, wo sie – abhängig von der verfügbaren medizinischen Versorgung – behandelt werden müssen.“ Patienten mit mittlerer oder schwerer Herzschwäche (NYHA-Klassifikation III und IV) sollten vor der Reise unbedingt mit ihrem Arzt sprechen.

Sexualität bei Herzschwäche nicht immer eingeschränkt Die Frage, wie stark sich Herzpatienten belasten dürfen, stellt sich nicht nur auf Reisen. Viele Betroffene sind sich auch im Alltag unsicher, was sie sich noch zumuten können. Darf ich trotz Herzschwäche sexuell aktiv sein? Was muss ich nach einem Herzinfarkt beachten? Auch bei diesen Fragen ist der Schweregrad der Herzinsuffizienz entscheidend. Generell gilt: Wer ohne Atemnot zwei Stockwerke hochlaufen kann, ist sexuell kaum eingeschränkt. Dennoch ist es empfehlenswert, sich Zeit für das Vorspiel zu nehmen und bequeme Positionen einzunehmen. Wer plant, Medikamente gegen Impotenz einzunehmen, bespricht dies am besten mit seinem Arzt.

Welche Vorsichtsmaßnahmen noch zu treffen sind und was Reisende mit Herzschwäche in Bezug auf Sport und Ernährung beachten sollten, klärt der Beitrag „Reisen, Fliegen, Sexualität“ von PD Dr. Magnus Baumhäkel in dem Ratgeber „Das schwache Herz: Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz heute“ (160 S.), der kostenfrei unter www.herzstiftung.de/herzschwaeche-therapie oder per Tel. unter 069 955128400 oder per E-Mail unter bestellung@herzstiftung.de angefordert werden kann. *Um das Fortschreiten der Krankheit zu charakterisieren, nutzen die Ärzte die Einteilung der New York Heart Association (NYHA).

Übergewicht und Herzgesundheit: Mythen vom „richtigen“ Lebensstil
Übergewicht ist Gift fürs Herz, doch man muss nicht unbedingt gertenschlank sein

Weniger Kohlehydrate und mehr Krafttraining tun dem Herzen gut. Bei den Herztagen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Berlin räumt Prof. Uwe Nixdorff mit verbreiteten Falschannahmen über einen herzgesunden Lebensstil auf.

Berlin, 13. Oktober 2017 – Die Herzen in Industrieländern kämpfen mit einem schwerwiegenden Problem: Übergewicht. Fast 80 Prozent der Menschen bringen hier viel zu viele Kilos auf die Waage und damit ihre Herzgesundheit in Gefahr. „Bedrohlich für das Herz ist, wenn sich durch Übergewicht viszerales Fettgewebe ansetzt, also Bauchfett in den Organen und zwischen den inneren Organen“, erklärt Prof. Uwe Nixdorff, Kardiologe und Sportmediziner am European Prevention Center in Düsseldorf, bei den DGK-Herztagen in Berlin. Inzwischen wurde auch die Fettleber als kardiovaskulärer Risikofaktor erkannt. „Dieses Fettgewebe produziert vermehrt Interleukine, also entzündliche Mediatoren. Sie gelangen in die Blutbahn und befeuern dort den Prozess der Atherosklerose. Außerdem können sie direkt auf die Gefäßwand einwirken und die Gefäße sind dann nicht mehr so reagibel“, so der Experte.

Übergewicht begünstigt somit Infarkte und Schlaganfälle, die zu den häufigsten Todesursachen in den Industrieländern zählen. Besonders gefährdet ist die Herzgesundheit von Menschen, die am „Metabolischen Syndrom“ leiden, also einer Kombination aus bauchbetonter Adipositas, Bluthochdruck, Insulinresistenz und einem gestörten Fettstoffwechsel. Liegt nur eine dieser Störungen vor, fallen die Prognosen besser aus. Große Register und Studien zeigen, dass direkte und indirekte Risikofaktoren wie Bluthochdruck heute gut behandelbar sind. Übergewicht bleibt hingegen ein Problem und wird immer häufiger. „Das ist eine riesige Herausforderung für die Präventivkardiologie, denn den Menschen fällt es offenbar leichter, eine Pille zu schlucken, als ihren Lebensstil oder ihre ganzen Lebensumstände zu ändern“, so Prof. Nixdorff.

Krafttraining gegen das Übergewicht

Um Übergewicht und Adipositas zu bekämpfen, ist die richtige Ernährung wichtig. Noch entscheidender sei jedoch Bewegung: „Ein übergewichtiger Mensch, der sich sportlich betätigt, hat bessere Prognosen als ein schlanker ‚Couch Potatoe‘, weil der Metabolismus durch Bewegung günstig beeinflusst wird“, unterstreicht der Experte.

Stark gewandelt haben sich in den letzten Jahren die Einschätzungen der für die Herzgesundheit. besten Form von Bewegung. „Früher wurde Ausdauertraining empfohlen, darum bis heute der Begriff ‚Kardiotraining‘ im Fitnessstudio. Aber das greift zu kurz. Inzwischen wissen wir, dass Krafttraining genauso wichtig ist“, sagt Prof. Nixdorff. Neben einer halben Stunde Ausdauertraining pro Tag, etwa Laufen, Gehen oder Schwimmen, empfiehlt der Kardiologe und Sportmediziner auch, zweimal pro Woche Krafttraining zu machen. „Am besten an geeigneten Geräten. Wer das nicht will, kann auch Workout-Übungen wie Liegestütze machen. Sie müssen aber richtig erlernt werden.“ Krafttraining sei essenziell, um Muskeln aufzubauen, Glykose zu verbrennen und so das Übergewicht reduzieren“, betont Prof. Nixdorff. „Wer Krafttraining betreibt, muss nicht mehr so stark aufs Essen achten, da es verbrannt wird“.

Harmlose Fette, Problem Zucker und Kohlehydrate

Auch bei den Ernährungsempfehlungen hat sich Vieles geändert: Noch vor wenigen Jahren wurde zur Förderung der Herzgesundheit vor allem fettarme Ernährung propagiert. Prof. Nixdorff: „Durch prospektive vergleichende Studien haben wir erkannt, dass ungesättigte Fette, also pflanzliche Fette und Öle, prognostisch günstig und sogar gegen Übergewicht gut sind. Die Revolution ist aber, dass auch tierische Fette rehabilitiert wurden. Ebenfalls schadet es kardiovaskulär gar nicht, wenn man mehrere Eier pro Tag isst.“

Das Hauptproblem für Übergewicht und Adipositas sind Kohlenhydrate, also vor allem Brot und Süßes. „Die Fastfoodindustrie bietet viele stark zuckerhaltige Produkte an. Zucker führt jedoch in die sogenannte Insulinfalle. Wird viel Zucker zugeführt, regt das die Insulinausschüttung an. Insulin shiftet die Glykose in die Zellen und führt schnell zu einer Hypoglykämie, die wiederum Hunger auslöst“, sagt Prof. Nixdorff. „Im schlimmsten Fall werden erneut Kohlehydrate zugeführt und der Teufelskreis dreht sich weiter. Die Glykose kann zumeist auch nicht verbrannt werden, weil sich die Menschen zu wenig bewegen. Sie wird in Fettsäure umgewandelt und im Bauch eingebaut.“

Als wichtigste, wissenschaftlich fundierte Empfehlung gegen das Übergewicht gilt heute die sogenannte „Low Carb“ Ernährung, also möglichst wenige Kohlehydrate zu essen. „Ich bin kein Freund von Diäten, weil viele sehr einseitig sind und nicht funktionieren und zum Jojo-Effekt führen. Die Formula-Diät macht wissenschaftlich noch am meisten Sinn“, so Prof. Nixdorff. Gemeint ist damit, vorübergehend ganz auf proteinreiche Ernährung mit Proteinshakes zu setzen. Damit wird der ganze Stoffwechsel umgestellt. In Kombination mit Bewegung sei das ideal, weil die Proteine auch zum Muskelaufbau dienen. Was den Alkoholkonsum betrifft, muss völlige Abstinenz nicht sein, sagt Prof. Nixdorff: „Natürlich ist zu viel Alkohol schlecht. Aber vor allem Rotwein, etwa ein Glas zum Essen, reduziert das kardiale Risiko.“